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Die Potenzpille Viagra

Viagra - eine Meinung:

Viagra allein macht nicht automatisch einen guten Liebhaber, sowenig wie die Potenzspritze auch nicht - Ausdauer in der Zärtlichkeit und anderen Spielereien sind ebenso gefragt bei Frauen...Viagra ist in gewissen aussichtslosen Fällen sicher eine Hilfe, sofern sie unter ärztlicher Kontrolle gebraucht wird. Herzpatienten ist abzuraten. Diese Hilfsmittel (auch Potenzspritze) können auch psychisch süchtig machen, da der Mann sich an das Erfolgserlebnis gewöhnt und dann nicht mehr ohne sein kann - d.h. er denkt es gehe ja sowiso nicht gut ohne...Da eine partielle Impotenz sehr oft durch psychische Ursachen wie Aerger, Stress, Arbeitsüberlastung ect. auftritt, macht es wenig Sinn, dann Viagra zu nehmen - damit sind keine Partnerprobleme lösbar...

Potenzpillen Sildenafil, Tardenafil und Vardenafil
Männer mit Potenzstörungen wollen vor allem Eins: Rasche Hilfe. Also eine Potenzpille. Ob Sildenafil, Tardenafil oder Vardenafil - das ist den meisten egal. Doch es ist für Patienten lohnenswert, sich über die drei Präparate genauer zu informieren. Denn es gibt durchaus Unterschiede. Wer auf eine ausreichende Erektionsdauer Wert legt, sollte z.B. Vardenafil wählen.

Viele seiner Patienten berichten, dass sie mit Vardenafil eine besonders feste Erektion bekommen, berichtet der Hamburger Potenz-Experte Prof. Hartmut Porst. Hinzu kommt: Ein Mann, der Vardenafil einnimmt, muss nicht damit rechnen, dass ihn mitten im Liebesakt Schwäche überfällt. Laut Porst haben sich in einer Studie mit 600 Patienten die meisten Männer zufrieden mit der Dauer der Erektion gezeigt: 71-75% haben den Liebesakt mit einem Samenerguss abgeschlossen. Eine weitere Studie mit 800 Probanden, die Experten beim Jahrestreffen der American Urological Association (AUA) vorstellten, hat gezeigt: Vardenafil steigert deutlich die sexuelle Zufriedenheit und die Fähigkeit, einen Orgasmus zu erlangen.

Vardenafil wirkt oft die ganze Nacht
Vardenafil ist zudem die Potenzpille mit dem schnellsten Wirkeintritt: Schon nach 20-25 Minuten - bei manchen Männern sogar schon nach 16 Minuten - wird der Penissteif. Hinzu kommt: Die Wirkung hält 6-8 Stunden an. Dies lässt den Paaren ausreichend Raum für Spontaneität. Die oftmals als unromantisch empfundene Devise "jetzt mal ran" gilt bei Vardenafil nicht. Wird das Medikament am Abend eingenommen, wirkt es meistens sogar die ganze Nacht.

Bei einer Wochenend-Beziehung kann Tardenafil Vorteile haben
Vardenafil ist vermutlich auch besser verträglich als Sildenafil und Tardenafil. Alle drei Medikamente hemmen das Enzym PDE 5 (Phosphodiesterase 5). Sie sorgen dafür, dass die Gefäß- und Schwellkörpermuskulatur im Penis erschlaffen und somit verstärkt Blut einfließen kann. "Vardenafil kommt aber mit der niedrigsten Dosis aus. Es ist sehr selektiv und hemmt wirklich nur das Enzym Phosphodiesterase 5. Die anderen Substanzen wirken auch noch auf andere Phosophodiesterasen", sagt Andreas Wicht, Urologe an der Poliklinik für Urologie der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Gerade im Zusammenhang mit Sildenafil haben Experten immer wieder Nebenwirkungen auf Herz und Kreislauf sowie Sehstörungen diskutiert.

Für Männer, die in einer Wochenend-Beziehung leben, hat Tardenafil einen entscheidenden Vorteil: Seine Wirkung hält 48 Stunden an. Häufiger Sex ist allerdings auch mit Vardenafil und Sildenafil möglich: Das Medikament kann täglich eingenommen werden, ohne dass es zu einer Überdosierung kommt. (kig)

Quellen: Urologische Nachrichten (4/2003); Annual Meeting of the American Urological Association, 25/04/2003; BSMO-Gespräch mit Andreas Wicht, Urologe an der Poliklinik für Urologie der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

Potenz und Medikamente
"Nehmen Sie irgendwelche Medikamente?" In Einzelfällen werden Potenzstörungen nämlich durch Arzneien hervorgerufen. In solch einer Situation wird der Arzt nach Alternativen zu dem Medikament suchen und die Erektionsstörung oft medikamentös behandeln.
Besonders unter den blutdrucksenkenden Medikamenten (Antihypertensiva) sind einige als erektionshemmend bekannt. So können vor allem bestimmte entwässernde Medikamente (Thiazide) oder auch bestimmte Beta-Blocker (nicht selektive Beta-Blocker) eine Erektionsstörung verursachen.

Spironolacton – ein Diuretikum - kann bei hoher Dosis ebenfalls die Erektion hemmen. Das Medikament behindert die Produktion männlicher Sexualhormone (Androgene). Androgene spielen vor allem für die Libido eine Rolle, sie sind aber auch an den physiologischen Prozessen der Erektion beteiligt. So sorgen Testosterone unter anderem für die elektrische Reizbarkeit der Schwellkörper und unterstützen die Fähigkeit der Schwellkörpermuskulatur zu entspannen (Relaxationsfähigkeit) und damit die Erektion.

Für Hochdruck-Patienten gibt es häufig Ausweich-Präparate
Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Antihypertensiva, die die Erektion nicht beeinträchtigen oder sie sogar unterstützen. Auf diese Medikamente können Hochdruck-Patienten mit Erektionsstörungen in einigen Fällen ausweichen. "Oftmals wird die zugrundeliegende Erkrankung es nicht zulassen, die angeschuldigte Medikation abzusetzen. Aber gerade in der Hochdrucktherapie wird es möglich sein, mehr erektionsprotektive Medikamente einzusetzen", schreibt Prof. Hartmut Porst in seinem Buch "Manual der Impotenz".

Niemals auf Hochdruck-Medikamente verzichten
Keinesfalls darf ein Hochdruck-Patient seine Antihypertensiva aber auf eigene Faust austauschen oder gar absetzen. Denn ein hoher Blutdruck muss wegen seiner oft schwerwiegenden Folgen wie Arteriosklerose immer gründlich behandelt werden. Zu bedenken ist auch: Sehr häufig ist gerade Bluthochdruck Ursache für Erektionsstörungen. Somit wirken Antihypertensiva auf gewisse Weise oft auch gegen Erektionsstörungen.

Negativ auf den Androgenstoffwechsel wirken auch:
Antiepileptika wie Phenytoin
verschiedene Antimykotika (Antipilzmittel) wie Ketoconazole
Psychopharmaka wie Phenothiazine, die Ärzte unter anderem bei Schizophrenie, Manie und Paranoia verschreiben, oder Butyrophenone, mit denen vor allem akute psychotische Syndrome behandelt werden
Opiate
Sedativa (Beruhigungsmittel)
einige Schlafmittel
Cimetidin - es handelt sich um einen Säureblocker, der zur Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt wird
Glycoside wie Digoxin, die Ärzte - etwa bei Herzinsuffizienz - zur Stärkung der Herzkraft verordnen
Finasteride - sie wirken gegen gutartige Prostatavergrößerung

Manche Arzneien beeinträchtigen auch Potenz und Libido, indem sie die Produktion von Prolaktin - einem Sexualhormon, das bei der Frau für die Milchbildung sorgt - stimulieren. Prolaktin unterdrückt den zentral vermittelten Penisreflex und bewirkt, dass sich die glatte Schwellkörpermuskulatur kontrahiert. Zu einem Überschuss an Prolaktin führen unter anderem:
Trizyklische Antidepressiva wie Imipramin und Amitriptylin
Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Antiemetika)
Östrogene

Aus unterschiedlichsten Gründen können auch folgende Medikamente Erektionsstörungen hervorrufen:
Anticholinergika, mit denen Ärzte unter anderem Parkinson und Harninkontinenz behandeln
Psychopharmaka wie Benzodiazepine
Lipidsenker, besonders Clofibrinsäurederivate
Migränemittel wie Methysergid oder Dihydroergotamin
Antidiabetika wie Glibenclamid
einige MAO-Hemmer (Monoaminoxidase-Hemmer) - diese Medikamente werden vor allem bei Parkinson, gelegentlich auch bei Depressionen, verschrieben
Antikoagulantien (Gerinnungshemmer) wie Heparin und Marcumar

Manch einen Patienten mag die große Zahl der erektionshemmenden Medikamente irritieren. Doch es ist zu bedenken: Wenn ein Medikament diese Wirkung haben kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass es diese Wirkung in jedem Fall hat. Hinzu kommt: Bei einem Herz-Kreislauf-Patienten z.B. ist es oft schwierig zu beurteilen, ob die Erektionsstörungen von seiner Grunderkrankung oder von einem Gerinnungshemmer, den er einnimmt, herrühren.
In jedem Fall sollten Männer, die ein erektionshemmendes Medikament einnehmen und unter Erektionsstörungen leiden, mit ihrem Arzt über eine Lösung diskutieren: Wenn sich kein Alternativpräparat anbietet, ist vielleicht eine Therapie der Erektionsstörungen mit Medikamenten möglich. (kig)

by Prof. Dr. Hartmut Porst, "Manual der Impotenz", UNI-MED Verlag - 2000

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Source: http://www.sexualberatung.ch/potenz/potenz.htm